Im
Frühjahr dieses Jahres sorgte ein Gerichtsurteil in Frankreich für
Empörung: Die Ehe eines muslimischen Paares wurde annulliert, nachdem
der Bräutigam herausfand, dass seine Braut nicht mehr als Jungfrau in
die Ehe ging.
Muslimin war keine Jungfrau mehr
Der 30 Jährige Informatiker stellte in der Hochzeitsnacht fest, dass
die Jungfräulichkeit seiner Braut vorgetäuscht war und ließ die Ehe
umgehend auflösen.
Das Gericht befand, dass die Muslimin ihren Partner „in einem
wichtigen Wesenszug ihrer Persönlichkeit getäuscht“ habe und erklärte
die Heirat für nichtig.
Nachdem Politiker aus allen Reihen und Frauenrechtler von einer
skandalösen und frauenfeindlichen Entscheidung sprachen, wurde von der
Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.
Obwohl beide Parteien mit einer Scheidung einverstanden waren, müssen sie nun vorerst doch zusammen bleiben.